Einladung: GLiS – Fachtag(e): Qualität im Globalen Lernen in der Schule am 18. und 19.03.2015

Die Fachstelle GLiS – Globales Lernen in der Schule am Comenius-Institut Münster, Brot für die Welt — Evangelischer Entwicklungsdienst und das EPIZ Berlin laden ein zum
1. GLiS – Fachtag „Qualität im Globalen Lernen in der Schule“ am 18.03.2015 mit anschließendem Vernetzungstreffen „Globales Lernen und Schulprofilentwicklung“ am 19.03.2015.

PDF: Aktuelles Programm GLiS-Fachtag Qualität Stand: 12.03.2015

PDF: Einladung und organisatorische Hinweis 

[12.02.2015]: Sowohl Fachtagung als auch Vernetzungstreffen sind bereits ausgebucht, wir freuen uns über die große Resonanz! Derzeit sind nur noch Anmeldungen für die Warteliste möglich.

Für den Fachtag können Sie sich sich per email bei Angelika Kühl, angelika.kuehl@brot-fuer-die-welt.de unter Angabe Ihrer Institution und/oder Bezug zum Thema vormerken lassen.

Für das Vernetzungstreffen wenden Sie sich bitte an Nicola Humpert, humpert@epiz-berlin.de.

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Bildung ist Zukunft – aber in der Zukunftscharta kommt sie nicht wirklich vor

Kommentar von Sonja Richter

„Deutschland ist Entwicklungsland“ war einer der prägnantesten Sätze, die Entwicklungsminister Gerd Müller am 24.11.2014 bei der Übergabe der Zukunftscharta an die Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin verkündete. Das in einem ansprechenden Layout veröffentlichte Dokument beschreibt acht HandlunKindgsfelder, formuliert als gemeinsame Ziele, die in globaler Partnerschaft erreicht werden sollen. Mit diesen Worten entfernt sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der bisher typischen Unterscheidung zwischen Geber- und Nehmerländern – eine Position, die Entwicklungskritiker und zivilgesellschaftliche Akteure sehr begrüßen. Gerd Müller betont in seiner Rede die Notwendigkeit des Handelns in Deutschland, er sucht die Ursachen für globale Entwicklungen auch vor der eigenen Haustüre. Weiterlesen

BNE Reloaded: Nach dem Ende der UN-Dekade bleibt BNE auf der politischen Agenda

BNE Reloaded: Auch nach dem Ende der UN-Dekade bleibt Bildung für nachhaltige Entwicklung auf der politischen Agenda
Mit dem neuen „Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung“ läutet die UNESCO ab 2015 einen programmatischen Wechsel ein. Mit der Bonner Erklärung vom 30.09.2014 erreicht dieser auch Deutschland. Was bedeuten diese politischen Strategiepapiere für die Praxis?
von Sonja Richter

(Dieser Beitrag als PDF: Richter, Sonja (2014) – BNE Reloaded)

Für alle, die sich im Kontext von Bildung und nachhaltiger Entwicklung engagieren, ist 2014 ein Jahr der Rückschau und des Neubeginns. Dies betrifft vor allem die internationalen politischen Programme und damit verbundene Aktivitäten: Das UIMG_20140929_135656N-Weltprogramm Education for All läuft aus, die Deadline der Millennium Development Goals ist erreicht und die UN-Weltdekade Education for Sustainable Development (Bildung für nachhaltige Entwicklung – BNE) nähert sich ihrem Ende. Die politischen Rahmenprogramme enden jedoch nicht sang- und klanglos. Es herrscht Einigkeit, dass die Verankerung von Bildung, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt, notwendiger ist als je zuvor. Das Ende der UN-Programme bringt deshalb eine Neuorientierung der politischen Agenda mit sich. Weiterlesen

Struktur statt Projekt – Dialog statt Monolog

RÜCKBLICK AUF DEN VENRO-KONGRESS “TRANSFORMATIVE BILDUNG FÜR EINE ZUKUNFTSFÄHIGE ENTWICKLUNG”
vom 19.- 20.09.2014 in Berlin

Mit dem Ende der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) und dem Auslaufen der großen Weltprogramme (“Bildung für Alle” und “Millenniums-Entwicklungsziele”) wird weltweit die künftige globale Entwicklungsagenda diskutiert.

Auf dem Kongress “Transformative Bildung für eine zukunftsfähige Entwicklung von VENRO (Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen) wurde die Bedeutung von Bildung als die Grundlage für die geforderte weitreichende Transformation von Stakeholdern aus Politik und Zivilgesellschaft hervorgehoben. Zwei zentrale Forderungen kamen in fast allen Plenumsvorträgen und Podiumsdiskussionen auf,  welche auch die zentralen Herausforderungen im schulischen Bereich Globalen Lernens widerspiegeln:

1. Die Forderung nach intensiverem Dialog und Kooperation innerhalb politischer und zivilgesellschaftlicher Akteure sowie zwischen politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Die Veränderung eines an politischen Rahmenbedingungen gebundenen formalen Schulsystem kann nur durch intensive Zusammenarbeit der entsprechenden Ausschüsse und Arbeitsgruppen in Kultus- und Entwicklungsministerium mit staatlichen und nicht-staatlichen Praxisakteuren funktionieren. Ein Beispiel hierfür ist der derzeit laufende Prozess der Überarbeitung des Orientierungsrahmens zum Lernbereich Globale Entwicklung (GLiS berichtete hierzu).

2.  Die Forderung nach Struktur- statt Projektförderung

Auch die Forderung, die “Projektitis” zu behandeln und anstatt immer wieder einzelne Projekte zu fördern, sondern langfristige Strukturen zu unterstützen, stößt bei Praxisakteuren aus dem Schulbereich auf offene Ohren. Während Schulen in Zusammenarbeit mit NGOs relativ einfach abgeschlossene Bildungsprojekte finanziert bekommen, ist es z. B. weitaus schwieriger, eine längerfristige Begleitung zu erhalten. Diese könnte eine Schule aus der Perspektive der Organisationsentwicklung z.B. unterstützen, globale Themen langfristig in allen Bereichen von Schule zu verankern.

Zum Weiterlesen:

Die Berliner Erklärung zum Aufbruch in das Weltaktionsprogramm vom 20.09.2014  ist das Ergebnis dieses Vorkongresses zur Abschlusskonferenz der UN-Weltdekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung”.

Das VENRO Diskussionspapier “Globales Lernen als transformative Bildung für eine zukunftsfähige Entwicklung”  gibt Impulse für die Gestaltung des Weltaktionsprogramms in Deutschland nach Abschluss der UN-Weltdekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Rückblick auf das Kongressprogramm “Transformative Bildung für eine zukunftsfähige Entwicklung” vom 19.-20.09.2014 in Berlin

Globale Entwicklung als Aufgabe der ganzen Schule?! Kommentar zum neuen Kapitelentwurf für die zweite Auflage des Orientierungsrahmens

Seitdem im Juli dieses Jahres eine Entwurfsversion zur Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens „Lernbereich Globale Entwicklung“ zur Kommentierung veröffentlicht wurde, geben Expert(innen) aus Wissenschaft und Praxis Empfehlungen zur weiteren Ausgestaltung.  Auf einer zweitätige Fachtagung schließlich kamen am 03. und 04. September 2014 Akteure aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf Einladung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und der Kultusministerkonferenz (KMK)  in Bad Honnef zusammen, um diesen Entwurf zu diskutieren. Diese Anhörung kann sicherlich als Höhepunkt dieser Kommentierungsphase benannt werden bevor eine intensive Überarbeitungsphase folgt und das Dokument im Dezember vom Schulausschuss verabschiedet werden soll. Weiterlesen

Konferenzmarathon zum Ende der BNE-Weltdekade

Die UN -Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) geht in diesem Jahr zu Ende. Ziel der Dekade war es, das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung in allen Bildungsbereichen zu verankern. Dazu verpflichteten sich alle UN-Mitgliedsstaaten mit dem Ausrufen der Dekade im Jahr 2005. In Deutschland bildet die Dekade den Rahmen für Strategiepapiere und zahlreiche AktivitätenLogo%20Nachhaltigkeit%20lernen-kl.jpg.23000 mit dem Ziel, Themen nachhaltiger Entwicklung in formale und non-formale Bildungs-aktivitäten zu integrieren. Das Ende der Dekade soll jedoch nicht das Ende dieser Bemühungen sein. Bildungskonzepte, die Themen globaler Entwicklung integrieren, sind längst haben längst nicht in allen Bereichen Einklang gefunden. Politische und zivilgesellschaftliche Akteure sind sich daher einig, dass viele Maßnahmen, die während der Dekade gestartet worden sind, weitergeführt werden sollen – national und international. In verschiedenen Gremien wird daher über Folgeaktivitäten nach dem formalen Ablaufen der Dekade diskutiert.

In Deutschland wird der Dekadeabschluss daher von verschiedenen Konferenzen begleitet. Im Zentrum steht hierbei die von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) ausgerichtete nationale Abschlusskonferenz „10 Jahre Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland“ am 29. und 30. September im World Congress Center Bonn. Über 450 Stakeholder aus Politik, Wirtschaft Zivilgesellschaft werfen einen Rückblick auf die UN-Dekade und konkretisieren Strategien für die weitere Implementierung von BNE in Deutschland. Die Plenumsdiskussionen sind offen für angemeldete Besucher.

Strategien für eine weitere Verankerung von BNE in der deutschen Bildungslandschaft werden von zivilgesellschaftlichen Akteuren auf einer Vorkonferenz  dieses Abschlusskongresses vorbereitet. Unter dem Titel „Transformative Bildung für eine zukunftsfähige Entwicklung“ erarbeiten am 19. und 20. September in Berlin eine Erklärung, die in die Abschlusskonferenz der DUK in Bonn eingebracht wird.

Für die Implementation von Globalen Lernen im schulischen Handlungsfeld sind zivilgesellschaftliche Forderungen und politische Rahmenbedingungen, welche auf beiden Veranstaltungen erarbeitet und verabschiedet werden, von zentraler Bedeutung. Die Fachstelle GLiS – Globales Lernen in der Schule wird daher an beiden Veranstaltungen vertreten sein. Auf dem Vorkongress in Berlin referiert Sonja Richter am zweiten Konferenztag zur Rolle von Lehrenden in einer transformativen Bildung (Workshop 3).

Weitere Informationen:

UN-Dekade mit Wirkung – „10 Jahre Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Deutschland. Nationale Konferenz zum Abschluss der UN-Dekade, 20. und 30. September 2014 in Bonn: www.bnekonferenz2014.de

Transformative Bildung für eine zukunftsfähige Entwicklung. Vorkongress zur Abschlussveranstaltung der UN Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung, 19.-20.09.2014 in Berlin:

Homepage der UN-Dekade Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: www.bne-portal.de

Neue Fachstelle am Comenius-Institut

Am 01. Juni 2014 hat am Comenius-Institut die Fachstelle Globales Lernen in der Schule (GLiS) ihre Arbeit aufgenommen. Das Comenius-Institut führt damit das von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst geförderte Projekt „Globales Lernen in der Schule“ (2011-2013) fort. Ein vom Vorstand des Comenius-Instituts berufener Beirat begleitet die Arbeit der Fachstelle.

Aufgabe und Zielsetzung

Die Fachstelle Globales Lernen in der Schule (GLiS) versteht sich als praxisnahe und wissenschaftsorientierte Einrichtung. Es werden Herausforderungen im schulischen Handlungsfeld Globales Lernen identifiziert, reflektiert und exemplarisch praxisorientierte Lösungen erarbeitet.

Ziel der Fachstelle ist es, Globales Lernen an Schulen zu fördern. Globales Lernen soll langfristig auf der curricular-unterrichtlichen Ebene sowie institutionell verankert werden. Im Fokus steht die Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Akteuren. Neben der Begleitung von Schulentwicklungsprozessen entwickelt die Fachstelle auch konzeptionelle Überlegungen für Fortbildungsangebote.

Arbeitsweise

Die wissenschaftliche und gleichzeitig praxisorientierte Reflexion zentraler Herausforderungen in diesem Feld erfolgt in enger Kooperation mit schulischen und außerschulischen Akteuren. Die Fachstelle initiiert regionale Unterstützungsstrukturen (Koordinationsteams) in denen religionspädagogische Institute, Landesinstitute für Schulentwicklung und Nichtregierungsorganisationen mitwirken. Diese Teams fördern die Implementierung von Globalem Lernen an Schulen vor Ort. Die Fachstelle koordiniert und unterstützt diese Teams überregional.

Kontakt:

Dipl.-Päd. Sonja Richter
Fachstelle GLiS – Globales Lernen in der Schule
Comenius-Institut
Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e. V.
Schreiberstraße 12
48149 Münster

www.fachstelle-glis.de

Telefon:  0251 / 98101-34
Telefax:   0251 / 98101-50