Qualität im Globalen Lernen in der Schule: Die Fachstelle GLiS veröffentlicht erste Ergebnisse ihrer Arbeit

Jetzt erschienen: Richter, Sonja (Hrsg.) (2015): Qualität im Globalen Lernen in der Schule – Im Kontext schulischer und außerschulischer Akteure. Comenius-Institut-Münster.

Der Band “Qualität im Globalen Lernen in der UnbenanntSchule  – Im Kontext von schulischen und außerschulischen
Akteuren”
 versteht sich als erweiterte Dokumentation der GLiS-Fachtagung vom März 2015. Gleichzeitig bildet das Heft  die Qualitätsdebatte im Kontext schulbezogener Bildungsarbeit ab, die von der Abteilung Inlandsförderung von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst angestoßen wurde.

Autorinnen und Autoren dieses Heftes sind Referentinnen und Referenten der 1. GLiS-Fachtagung sowie relevante Akteure, die auch im Nachgang der Tagung die Frage nach “guter” schulbezogener Bildungsarbeit Globalen Lernens zwischen Schule und NGOs kommentierten. Weiterlesen

BNE ist Teil der neuen Entwicklungsziele

In New York wurden am vergangenen Freitag die Weichen für die kommenden 15 Jahre gestellt. Die Verabschiedung der neuen Sustainable Development Goals (SDGs) durch die Vereinten Nationen gilt als Meilenstein auch für BNE-Akteure – somit auch für alle, die im Feld Globalen Lernens engagiert sind!

Vom 25. bis zum 27. September fand in New York der Sustainable Development Summit im Rahmen der 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen statt – eine hochrangige Plenartagung zur Annahme der Post-2015 Entwicklungsagenda. Bereits am heutigen Freitag haben die Staatsoberhäupter die Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet, eine Nachfolgeagenda der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs), die mit dem Jahr 2015 auslaufen.

In den SDGs spielt Bildung eine deutlich größere Rolle. Während bis 2015 der Zugang zu Grundbildung im Vordergrund stand, lautet das Ziel für die kommenden 15 Jahre, eine inklusive, gleichberechtigte, und hochwertige Bildung sicherzustellen und lebenslanges Lernen zu fördern. Mit dem Unterziel 4.7 verpflichtet sich die Weltgemeinschaft, Lernenden weltweit das Wissen und die Kompetenzen an die Hand zu geben, Menschenrechte, Frieden, Geschlechtergerechtigkeit und kulturelle Vielfalt zu befördern. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist dort ausdrücklich als Instrument genannt, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll.

Der Fortschritt wird auch zukünftig evaluiert. In der Erklärung von Incheon, die zum Abschluss des UNESCO-Weltbildungsforums bereits im Mai 2015 verabschiedet wurde, ist ein neuer Weltbildungsbericht unter dem Dach der UNESCO vorgesehen. Der Global Education Monitoring Report (GEMR) fungiert als Nachfolger des UNESCO Global Monitoring Reports (GMR), der bereits seit 2002 die Erreichung der Bildungsziele global überprüft.

Das Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-WAP) versteht sich als integraler Beitrag zur Umsetzung der neuen Agenda. In Deutschland fällt der Startschuss am 29. September 2015: Dann tagt erstmals die Nationale Plattform des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Berlin, um mit der Entwicklung eines Nationalen Aktionsplans zu beginnen.

Weitere Informationen:

Sustainable Development Goals (Entwurf)
Sustainable Development Goals (Kurzfassung des Entwurfs)
Sustainable Development Summit
Erklärung von Incheo

Text: UNESCO, Meldung vom 25.09.2015 (angepasst durch Redaktion)

Der Beirat der Fachstelle GLiS

Die Arbeit der Fachstelle GLiS – Globales Lernen in der Schule wird von einem Beirat begleitet. Die Beiratsmitglieder vertreten unterschiedliche Perspektiven Globalen Lernens in Schule und treffen sich zweimal jährlich. In den Beirat berufen wurden:

Dr. Peter Schreiner, Stellv. Direktor Comenius-Institut
Uta Brux, Brot für die Welt , Evangelischer Entwicklungsdienst, Referat Inlandsförderung
Dr. Claudia Bergmüller-Hauptmann, Akademische Rätin a. Z., Universität Bamberg
Britta Hemshorn de Sánchez, Pädagogisch-Theologisches Institut (PTI) Nordelbien
Dr. Hanne Leewe, Pädagogoisch-Theologisches Institut (PTI) Neudietendorf; Fortbildnerin für evangelische Schulen; Begleitung von Schulentwicklungsprozessen Globalen Lernens
Sigrid Schell-Straub, Geschäftsführung für Pädagogische Projekte und Programme im EPiZ Reutlingen
Helmut Törner-Roos, Beauftragter für den kirchlichen Entwicklungdienst der EKHN und EKKW

Beirat Fachstelle GLiS

Der Beirat der Fachstelle GLiS beim Frühjahrstreffen 2015 in Kassel Weiterlesen

Rückblick auf den 1. GLiS-Fachtag – Qualität im Globalen Lernen in der Schule

Auf dem ersten Fachtag der Fachstelle GLiS – Globales Lernen in der Schule tauschten sich schulische und zivilgesellschaftliche Akteure über die gute Praxis schulbezogener Bildungsarbeit Globalen Lernens aus.

Gruppenfoto1aDie Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 1. GLiS-Fachtags – Qualität im Globalen Lernen in der Schule am 18.03.2015 in Berlin
Die Qualitätsdiskussion der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit ist in aller Munde – und nun auch im speziellen Kontext Schule angekommen. Am 18.03.2015 tauschten sich in Berlin auf dem ersten Fachtag zu Qualität im Globalen Lernen in der Schule über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber aus, wie „gute“ schulbezogene Bildungsarbeit Globalen Lernens aussehen kann. Eingeladen haben die Fachstelle GLiS – Globales Lernen in der Schule des Comenius-Instituts Münster und das Referat Inlandsförderung von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst. Weiterlesen

Auf den Punkt gebracht. Der Flyer der Fachstelle GLiS ist da!

Titelbild_FlyerWelches Ziel verfolgt die Fachstelle GLiS?
Wie arbeitet die Fachstelle?

GLiS – Worum geht´s da überhaupt?

… ab sofort gibt es kompakte Antworten rund um die Fachstelle GLiS auf den vier Seiten unseres neuen Flyers.  Hier erhalten Sie einen Überblick über Ziele, Themen und Arbeitsweise der Fachstelle GLiS. Der Flyer ging heute in den Druck – wir sind gespannt auf das physische Ergebnis, welches nächste Woche in der Post sein sollte. Ein herzliches Dank geht an unsere Sekretärin Frau Ulrike Berge, welche die graphische Umsetzung des Flyers ermöglicht hat!

Hier gehts zur online-Version des Flyers!

Sie wollen den GLiS-Flyer auf Ihrer Veranstaltung auslegen? Schreiben Sie uns eine Mail mit dem Titel der Veranstaltung und Mengenangabe an: info[at]fachstelle-glis.de (Frau Berge)

Einladung: GLiS – Fachtag(e): Qualität im Globalen Lernen in der Schule am 18. und 19.03.2015

Die Fachstelle GLiS – Globales Lernen in der Schule am Comenius-Institut Münster, Brot für die Welt — Evangelischer Entwicklungsdienst und das EPIZ Berlin laden ein zum
1. GLiS – Fachtag „Qualität im Globalen Lernen in der Schule“ am 18.03.2015 mit anschließendem Vernetzungstreffen „Globales Lernen und Schulprofilentwicklung“ am 19.03.2015.

PDF: Aktuelles Programm GLiS-Fachtag Qualität Stand: 12.03.2015

PDF: Einladung und organisatorische Hinweis 

[12.02.2015]: Sowohl Fachtagung als auch Vernetzungstreffen sind bereits ausgebucht, wir freuen uns über die große Resonanz! Derzeit sind nur noch Anmeldungen für die Warteliste möglich.

Für den Fachtag können Sie sich sich per email bei Angelika Kühl, angelika.kuehl@brot-fuer-die-welt.de unter Angabe Ihrer Institution und/oder Bezug zum Thema vormerken lassen.

Für das Vernetzungstreffen wenden Sie sich bitte an Nicola Humpert, humpert@epiz-berlin.de.

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Bildung ist Zukunft – aber in der Zukunftscharta kommt sie nicht wirklich vor

Kommentar von Sonja Richter

„Deutschland ist Entwicklungsland“ war einer der prägnantesten Sätze, die Entwicklungsminister Gerd Müller am 24.11.2014 bei der Übergabe der Zukunftscharta an die Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin verkündete. Das in einem ansprechenden Layout veröffentlichte Dokument beschreibt acht HandlunKindgsfelder, formuliert als gemeinsame Ziele, die in globaler Partnerschaft erreicht werden sollen. Mit diesen Worten entfernt sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der bisher typischen Unterscheidung zwischen Geber- und Nehmerländern – eine Position, die Entwicklungskritiker und zivilgesellschaftliche Akteure sehr begrüßen. Gerd Müller betont in seiner Rede die Notwendigkeit des Handelns in Deutschland, er sucht die Ursachen für globale Entwicklungen auch vor der eigenen Haustüre. Weiterlesen

Herzlich Willkommen auf unserer Webpräsenz!

Hervorgehoben

Langsam, aber sicher finden global relevante Themen Einzug in unterschiedliche Bereiche des Bildungssystems in Deutschland. Die schulische Ebene ist hierbei ein zentrales Feld mit vielversprechendem Potential und besonderen Hürden zugleich. In den vergangen Jahren stand Schule mit seinen unterschiedlichen Aspekten daher im Zentrum von Praxisprojekten und Forschung rund um Globales Lernen. Die Fachstelle versteht sich im Kontext des Implementierungsprozesses globaler Themen in schulische Bildung als praxisnahe und wissenschaftsorientierte Einrichtung. Weiterlesen

Globale Entwicklung als Aufgabe der ganzen Schule?! Kommentar zum neuen Kapitelentwurf für die zweite Auflage des Orientierungsrahmens

Seitdem im Juli dieses Jahres eine Entwurfsversion zur Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens „Lernbereich Globale Entwicklung“ zur Kommentierung veröffentlicht wurde, geben Expert(innen) aus Wissenschaft und Praxis Empfehlungen zur weiteren Ausgestaltung.  Auf einer zweitätige Fachtagung schließlich kamen am 03. und 04. September 2014 Akteure aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf Einladung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und der Kultusministerkonferenz (KMK)  in Bad Honnef zusammen, um diesen Entwurf zu diskutieren. Diese Anhörung kann sicherlich als Höhepunkt dieser Kommentierungsphase benannt werden bevor eine intensive Überarbeitungsphase folgt und das Dokument im Dezember vom Schulausschuss verabschiedet werden soll. Weiterlesen

Orientierungsrahmen 2.0 – Entwurfsfassung online!

Ab sofort kann der Vorschlag für die zweite aktualisierte und erweiterte Auflage des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung in der Schule eingesehen und kommentiert werden. Ebenso kann die (Fach-)öffentlichkeit Anmerkungen zu einem Entwurf der Nutzungsstudie des Orientierungsrahmens seit seiner Veröffentlichung 2007 machen. Der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung in der Schule gilt als zentrales Referenzdokument für die Implementation von Globalem Lernen in der Schule und ist in einem gemeinsamen Prozess der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) entstanden. Die nun veröffentlichte Weiterentwicklung der Erstfassung von 2007 bezieht die Erfahrungen der UNESCO Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) mit ein und betrachtet die schulische Implementation globaler Themen aus einer ganzheitlicheren Perspektive. Die Kapitel zu einzelnen Unterrichtsfächern wurden aktualisiert und in einem neuen Kapitel wurde das Handlungsfeld Lehrerbildung verstärkt fokussiert.

Die im Auftrag von Engagement Global erstellte Studie zum Orientierungsrahmen versucht, ergänzend zum Weiterentwicklungsvorschlag, Wirken und Nutzen des Referenzdokumentes gebündelt darzustellen. Hierbei wurde Bezug genommen auf die Verbreitung des Orientierungsrahmens sowie auf die konkrete Implementation globaler Fragestellungen in den jeweiligen Curricula von Schule und Lehrerbildung. Die Studie zeigt, dass Kooperationen mit Nichtregierungsorganisationen bei bundesweit geförderten Schulprojekten im Lernfeld Globale Entwicklung eine zentrale Rolle spielen.

Sowohl der Vorschlag zur zweiten und aktualisierten Auflage des Orientierungsrahmens als auch der Entwurf der Nutzungsstudie stehen derzeit zur freien Kommentierung online. Beide Dokumente lassen sich auf der Homepage der Engagement Global GmbH unter „Lernbereich Globale Entwicklung in der Schule“ herunterladen. Am 03. und 04. September 2014 laden die KMK und das BMZ zu einer Anhörung und Fachtagung zum Entwurf des überarbeiteten Orientierungsrahmens in Bad Honnef ein. Eine abgestimmte Fassung der zweiten Auflage des Orientierungsrahmens soll Anfang 2015 erscheinen.

Bild: (c) KMK/BMZ